Gesellschaft
Irakisches Ehepaar wegen Völkermord an Jesiden verurteilt
Das Oberlandesgericht München hat in einem Völkermordsverfahren gegen ein irakisches Ehepaar Urteile gesprochen. Der Mann, Twana H., erhielt lebenslange Haft, seine ehemalige Frau Asia R. wurde zu neuneinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Das Gericht verhandelte über schwere Verbrechen gegen jesidische Mädchen, die durch das Paar versklavt wurden.
So berichten links, Mitte und rechts
| Politisches Spektrum | Framing der Berichterstattung |
|---|---|
| Links | Linke Medien fokussieren auf die konkreten Opfer (jesidische Mädchen), ihre Versklavung und das schwerste Strafmaß (lebenslange Haft) als Reaktion auf Völkermord und IS-Mitgliedschaft. |
| Rechts | Rechte Medien rahmen die Versklavung von Mädchen und die Gerichtsentscheidung zu Völkermord-Vorwürfen gegen Migranten bzw. eine im Ausland ansässige Person. |
Schlagzeilen quer durchs Spektrum
- «OLG München: Irakisches Ehepaar wegen Völkermordes und IS-Mitgliedschaft verurteilt» — Zeit Online (mitte-links)
- «München: Jesidische Mädchen versklavt – irakisches Ehepaar zu Freiheitsstrafen verurteilt» — Spiegel Online (mitte-links)
- «Mädchen versklavt: Irakisches Ehepaar wegen Völkermordes in...» — Die Presse (mitte-rechts)