Gesellschaft
Deradikalisierungsprogramm kam zu spät
Ein Attentäter, der beim Berliner CSD einen Anschlag begangen hat, sollte durch ein Deradikalisierungsprogramm betreut werden. Nach Angaben des Programmleiters Thomas Mücke kam der Mann jedoch zu spät in das Programm ein. Der Attentäter hatte nur zwei Gespräche im Rahmen des Programms, bevor er den Anschlag beging. Das Beispiel zeigt die Herausforderungen bei der rechtzeitigen Intervention gegen Extremismus.
So berichten links, Mitte und rechts
| Politisches Spektrum | Framing der Berichterstattung |
|---|---|
| Links | Linke Medien fokussieren auf Versäumnisse des Deradikalisierungssystems, das trotz vorhandener Programme nicht rechtzeitig eingreift und damit strukturelle Prävention als Lösungsansatz rahmen. |
| Rechts | Rechte Medien fokussieren auf die Gefahr durch eine große Anzahl radikalisierter Personen im Land und stellen die unzureichende Sicherheitslage sowie die Bedrohung durch Salafisten in den Mittelpunkt. |
Schlagzeilen quer durchs Spektrum
- «Deradikalisierung kam zu spät: Abdul B. hatte zwei Gespräche, dann beging er den Anschlag» — Tages-Anzeiger (mitte-links)
- «Deradikalisierung kam zu spät: Abdul B. hatte zwei Gespräche, dann beging er den Anschlag» — Der Bund (mitte-links)
- «„Wir haben es mit weiteren Abdul B.‘s zu tun“ – Berlin zählt 1250 Salafisten» — Die Welt (mitte-rechts)